Mit Sami Khedira wechselt nun also der achte Deutsche zu den Galaktischen aus Madrid. Damit reiht sich der 23-Jährige in eine Liste äußerst klangvoller Namen ein. Bleibt nur zu hoffen, dass Khedira in Madrid eher den Stieleke gibt als den Metzelder.
Deutsche Fußballer bei Real Madrid
1. Günter Netzer (1973 bis 1976): 85 Spiele, neun Tore.
2. Paul Breitner (1974 bis 1977): 84 Spiele, zehn Tore.
3. Uli Stieleke (1977 bis 1985): 215 Spiele, 41 Tore.
4. Bernd Schuster (1988 bis 1990): 62 Spiele, 13 Tore,
Real-Trainer in der Saison 07/08.
5. Bodo Illgner (1996 bis 2001): 91 Spiele.
6. Jupp Heynckes, Real-Trainer in der Saison 97/98.
7. Christoph Metzelder (2007 bis 2010): 23 Spiele.
8. Sami Khedira (ab 2010).
„Es ist eine gute Sache, dass sie nach Hause fahren müssen. Wenn sie eine Woche länger geblieben wären, hätten sie sich gegenseitig gegessen. So hat man den Kannibalismus verhindert.“
Éric Cantona nach dem Aus der französischen Elf am 27. Juni im Sender France 2
(Foto aus dem Film „Looking for Eric“)
Eine Sache muss sich Mario Gomez ernsthaft fragen: Was liest sich eigentlich schlechter im Lebenslauf - eine weitere Saison auf der Bayern-Bank oder der Weg Stuttgart-München-Wolfsburg?
Dass Mesut Özil in Bremen einen Rentenvertrag unterschreibt, war schon vor der WM höchstens Wunschdenken der Grün-Weißen Fans und Geschäftsführung. So wie es aktuell aussieht, wird der Filigrantechniker der Weser bereits in diesem Sommer den Rücken kehren. Bei möglichen Angeboten von Real oder Barca dürfte Werders Ablösegrenze relativ schnell erreicht sein. Angesichts der geschätzten 27 Millionen Euro Marktwert, auf die es der 21-Jährige durch die starken Auftritte in Südafrika bringt, bleibt dem Verein auch keine andere Wahl: Verkaufen. Geld einstreichen. Und den nächsten Herzog, Micoud, Diego, Özil aus dem Hut zaubern.
Die absolut subjektive WM-Tabelle hat einen Namen: Paul. Wenn man sich die Version nach der Vorrunde anschaut (8) und dann die K.o.-Spiele einmal nachvollzieht, stehen in 16 Spielen 13-mal die Sieger in der Tabelle über den Verlierern. In einer völlig subjektiven Tabelle wohlgemerkt. Nur die Ergebnisse der Spiele USA-Ghana, Argentinien-Deutschland und Niederlande-Spanien konnte man nicht ablesen. Aber von denen hat zum Glück der achtarmige Namensvetter zwei richtig getippt.
Was lehrt die Tabelle? Am Ende gibt es die Kleinen als Mittelgroße doch noch. Die großen Überraschungen bleiben bei Weltmeisterschaften gerne aus. Wenn es Ernst wird, kann man dem Status quo im Weltfußball vertrauen. Ob man mit dieser desillusionierenden Feststellung die grassierende Fanmeile eindämmen kann?
1. Die vage Hoffnung, dass die ganzen Uweseelers, in die auch hierzulande Wochen lang geblasen wurde, noch vor Beginn der Bundesligasaison alle dem Gelben Sack zugeführt werden.
2. Doch eine Art Genugtuung, dass die unsägliche Treterei am Sonntag nicht belohnt wurde, obwohl man bereits vor der WM im Kollegenkreis einen nicht unerheblichen Geldbetrag (5 Euro) auf einen Weltmeister Niederlande gesetzt hatte.
3. Die Frage, ob man wirklich der einzige war, der Özil nicht halb so gut spielen sah wie seinerzeit in Schweden.
Bester Jungspieler, Torschützenkönig - viel besser hätte die WM für Jungstar Thomas Müller nun wirklich nicht laufen können. Kleiner Schönheitsfehler: Der Griff an die Welt-Trophäe blieb dem Münchener am Ende verwehrt.
Richtig dramatisch und anrührend wurde es in der ARD gestern Abend erst lange nach dem Schlusspfiff.
Als Franz Beckenbauer vom Gebrüder-Grimm-Preis sprach und Delling & Netzer mit "das beste was das deutsche Sportfernsehen zu bieten hat" für kurze Zeit zu sich auf den Lichtgestalten-Olymp ließ, war klar: Heute geht etwas zu Ende.
Nicht die WM, nein. Die ist seit dem verlorenen Halbfinale gegen Spanien ohnehin schon lange vorbei.
13 Jahre Gerhard und Günter - Schluss und Aus. Da ließ es sich selbst der akutvergrippte Bundestrainer nicht nehmen, danke zu sagen. Das hochdekorierte Duo aus Moderator und Experte gehört also der Vergangenheit an. Nicht immer waren ihre Analysen treffend, die Einschätzungen oft grundverkehrt. Auch das phasenweise choreografiert wirkende Angezicke hat sich über die Jahre abgenutzt.
Beim Blick auf die anderen Gespanne á la Kahtrin & Kahn, Jauch & Kloppo sowie Beckmann und Scholl bleibt am Ende aber nur eines: Die Frage, wer es bitteschön in Zukunft besser machen soll?
Der Mann nimmt seine neue Position ernst, da kann man nichts sagen.
Als eine seiner ersten offiziellen Amtshandlungen war Neu-Bundespräsident Christian Wulff beim kleinen Finale zwischen Uruguay und Deutschland zu Gast, um im Anschluss warme Worte an Mannschaft, Trainer- und Betreuerstab zu richten.
Heute dann, bei der Abschluss-Pressekonferenz, tauchte Wulff erneut - und dieses mal überraschend - auf.
Sein Versprechen: Bundesverdienstkreuz für Jogi, silberne Lorblätter für die Mannschaft.
Auf diese Weise springt für die Bundeskicker dann doch noch mehr raus, als die Blechmedaille der FIFA.
Fr, 10.09.2010 08:34
Mike hat die Haare schön!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! [...]